Freitag, 23. März 2012

Eine Frage der Kunst oder auch gar keine Frage?

Ich gehe ganz gerne in Ausstellungen und immer wieder finde ich die Auseinandersetzung mit der Kunst eine schwierige, aber anregende. In der letzten Galerie allerdings fing ich an, am gesunden Menschenverstand zu verzweifeln. In jedem Raum hingen ein oder mehrer Bilder mit Punkten, dazu ein paar Steinquader. Ein Raum wie der andere. Der Blick auf die Preisliste zeigte eindeutig: es musste sich um Kunst handeln. Alles war ab günstigen 10.000-60.000€ zu haben. Und ich rede hier nur von den aufwendig und kompositorisch elegant gestalteten Bildern. Frustriert ging ich nach Hause und überdachte meine Preisliste.

Kritzelgrüße, Wolfgang


Kommentare:

  1. Das sollte dich nicht frustrieren Wolfgang. Die Kunst besteht ja nicht prinzipiell in der handwerklichen Erstellung eines Werkes wie diesem. Die Kunst besteht darin, es durch geeignete Maßnahmen vom Kunstmarkt zur Kunst erheben zu lassen, und dadurch dann die entsprechenden Erlöse zu erzielen. Und das ist, meiner Auffassung nach, dann tatsächlich eine Kunst die gelernt sein will, und vor der ich definitiv den Hut ziehe. ;)

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  2. So gesehen kann ich auch nur den Hut vor diesem Vermarktungsgenie ziehen. Ein 11-jähriges Mädchen hatte einen Kommentar ins Gästebuch geschrieben: "Voll dumm! Kann ich auch!" und ein paar Kringel gezeichnet. Die Punkte sind wohl wirklich nicht das Problem, sondern die Herausforderung ist definitiv die KUNST, das an den Käufer zu bringen. Damit kommt Kunst wirklich von Können!

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