Samstag, 9. Juli 2011

Vernetzung mit Google+

Bildquelle: Google
Seit ein paar Tagen gibt es das neue Netzwerk Google+. Ich bin erst seit wenigen Stunden drin. Aber ich hab schon jetzt den Eindruck, dass es sich sehr gut für die Vernetzung von Gruppen eignen könnte. Das System von Google+ macht es sehr einfach Kontakte in Gruppen zu organisieren, die sich entweder gegenseitig ausschließen, oder bei Bedarf auch überlappen sollen. Man macht das, indem man jeden Kontakt sogenannten Circels zuordnet. Jeder Post, der nur einem bestimmtem Kreis zugänglich sein soll, wird dann auch nur auf der Timeline von Mitgliedern dieses Kreises angezeigt. Das ist ideal, um sich in einem begrenzten Umfeld von Leuten austauschen zu können. Und doch kann man vom selben System aus, wahlweise auch komplett öffentlich zugängliche Beiträge posten. Da dies alles unter dem Dach von Google geschieht, kann man darauf vertrauen, dass die öffentlich gemachten Beiträge mit der Suchmaschine auch gut gefunden werden.

Natürlich – auch das ist klar – bleiben Informationen nur so lange einem begrenztem Kreis vorbehalten, wie sie nicht von irgend einem Empfänger, als öffentlicher Post weiter geteilt werden. Es ist also kein geschlossenes System für den Austausch wirklich sensibler Informationen. Aus meiner Sicht ersetzt Google+ auf lange Sicht das Twitter-Netz. Denn die Vernetzung funktioniert sehr ähnlich, durch folgen und gefolgt werden. Man tritt nicht durch den Aufbau von “Freundschaften” miteinander in Kontakt, die ja immer erst vom Gegenüber auch bestätigt werden müssen, sondern man hängt sich einfach an. Alles was die Personen denen man folgt öffentlich oder Google+intern posten, darf man als Mitglied von Google+ lesen und kommentieren, solange man von dieser Person nicht geblockt wurde.

Bildquelle: Google
Man darf sich als “befreundet” betrachten, wenn man mit Informationen bedacht wird, die nur einem definierten Kreis von Leuten zugänglich gemacht werden. Die Circels sind frei definierbar und heißen je nach dem, Bekannte, Freunde, Kollegen, Familie, oder wie auch immer man sie nennen möchte.

Google+ sieht auf den ersten Blick aus wie Facebook. Man bedient es auch ähnlich. Aber vom Prinzip her folgt es wohl eher Twitter: Allerdings ohne dessen Limitierungen. Im Paket mit den ganzen Zusatzdiensten wie dem Videochat (auch für mehrere Teilnehmer), Picasa, Text & Tabellen, Blogger, Kalender und Mail hat es – meiner Meinung nach – rein technisch, deutlich mehr zu bieten, als die etablierten Netzwerke.

Um da mitmachen zu können braucht man vorläufig nicht nur zwingend eine Googlemail-Adresse, sondern auch Glück. Die Kapazität des Netzwerks ist offensichtlich noch nicht voll entwickelt. Ich musste es etliche Male probieren, bis ich meinen Account einrichten durfte. Kann aber auch sein, dass es gleich klappt wenn man es versucht.

Ob sich meine momentan sehr positive Einstellung zu den Vorzügen von Google+ in der Praxis bestätigen wird ist völlig offen. Ich möchte hier einfach anregen das Netzwerk auszuprobieren. Es kostet ja nix. Ich hätte sehr gerne einen umfangreichen Cirkel mit der Bezeichnung Kollegen. Wäre doch spannend, was sich daraus alles so ergibt. ;) (Google+ Handbuch)

Matthias Töpfer

Kommentare:

  1. Das hört sich richtig gut an!
    was meint dann der Wolfgang?
    Bist du da auch schon >drin<?

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  2. Klingt erstmal ein bißchen kompliziert, aber ich versuch mal mich anzumelden ;-)

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  3. Also, den Button selbst habe ich schon mal auf meine Website gesetzt, aber mit den Gruppen habe ich mich noch nicht weiter beschäftigt, vor allem, da es noch im beta-Status ist. Aber Matthias hat Recht, es könnte sich sehr gut für den Austausch in Gruppen eignen.

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  4. Google+ sind im Moment überlastet und haben Aufnahmestopp, aber ich bin auf der Warteliste :-)
    Bin gespannt ob das besser ist als Facebook, das finde ich von der usability her schon zweifelhaft.

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  5. Ihr werdet genau solche Diskussionen wie diese hier führen, nur sehr viel spontaner, eleganter und mit präzisen Rückmeldungsmöglichkeiten. :)

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  6. Wer eine Google Mail-Adresse hat, dem kann ich eine Einladung schicken, sofern gerade Einladungen freigeschaltet sind.

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